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Jörg Kachelmann erhält EUR 530.000 von „BILD“ – Bundesgerichtshof weist Nichtzulassungsbeschwerden zurück.

Bereits im vergangenen April hatte der Bundesgerichtshof die Nichtzulassungsbeschwerde der Axel Springer SE zurückgewiesen (Beschl. v. 10.04.2018, Az: VI ZR 353/16). Diese hatte sich gegen ein Urteil des OLG Köln gerichtet, das Jörg Kachelmann wegen einer Vielzahl rechtswidriger Print-Berichte eine Summe von ca. EUR 295.000 zuerkannt hatte.

Jetzt hat der Bundesgerichtshof entschieden (Beschl. v. 23.07.2018, Az: VI ZR 352/16), dass Jörg Kachelmann aufgrund rechtsverletzender Online-Beiträge auf bild.de einen weiteren Betrag von gut EUR 236.000 fordern kann.

Die Gesamtsumme, die Jörg Kachelmann aufgrund der Berichterstattung der „BILD“ erhält, beträgt damit über EUR 530.000.

Rechtsanwalt Dr. Ruben Engel
„Die Jörg Kachelmann insgesamt zugesprochene Summe scheint möglicherweise rekordverdächtig. Allerdings hat BILD im ‚Fall Kachelmann‘ über einen immens langen Zeitraum die ganze Bandbreite an denkbaren Persönlichkeitsrechtsverletzungen begangen. Besieht man sich die einzelnen Falschberichte, die Privat- und Intimsphärenverletzungen, die Verletzungen des Rechts am eigenen Bild, die Schmähkritik sowie die Vor- und Nachverurteilungen, liegen die zugesprochenen Beträge eher am unteren Rande einer angemessenen Geldentschädigung.“


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