{"id":9140,"date":"2025-01-10T20:48:28","date_gmt":"2025-01-10T19:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hoecker.eu\/blog\/?p=9140"},"modified":"2025-02-17T14:52:55","modified_gmt":"2025-02-17T13:52:55","slug":"essay-correctiv-bericht-chronik-einer-entzauberung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hoecker.eu\/blog\/essay-correctiv-bericht-chronik-einer-entzauberung\/","title":{"rendered":"Essay: Correctiv-Bericht \u2013 Chronik einer Entzauberung"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Jahr nach der Ver\u00f6ffentlichung des aufsehenerregenden Correctiv-Berichts ist von den rei\u00dferischen Thesen wenig \u00fcbriggeblieben. Zahlreiche Gerichtsentscheidungen haben falsche Inhalte, die \u00c4ngste sch\u00fcrten, verboten. Und es kommt noch schlimmer f\u00fcr Correctiv &#8211; gegen die Hauptaussagen im Bericht sind nun Klagen eingereicht, und zwar gegen die Correctiv gGmbH selbst, wie auch gegen die f\u00fcnf Correctiv-Mitarbeiter Marcus Bensmann, Justus von Daniels, Anette Dowideit, Jean Peters, Gabriela Keller.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kalkulierte-emporung-wie-alles-begann\"><strong>Kalkulierte Emp\u00f6rung \u2013 wie alles begann<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am 25. November 2023 findet in der Villa Adlon am Lehnitzsee in Potsdam ein Treffen statt. Es nehmen Politiker der AfD daran teil, auch CDU-Politiker und Mitglieder der CDU sind vertreten, Unternehmer und der \u00f6sterreichische Aktivist und Autor Martin Sellner h\u00e4lt einen Vortrag. Angeblich mit dabei und immer noch unbekannt ein Informant. Diese Person soll das Treffen f\u00fcr das spendenfinanzierte Medienunternehmen Correctiv ausgesp\u00e4ht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 10. Januar 2024 ver\u00f6ffentlicht Correctiv einen Bericht \u00fcber das Treffen mit dem Titel&nbsp;<em>\u201e<strong>Geheimplan gegen Deutschland\u201c<\/strong><\/em>. Im Lead &#8211; der Einf\u00fchrung des Artikels &#8211; fasst Correctiv die zu erwartenden Inhalte f\u00fcr den Leser so zusammen: \u201e<em>Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf insgesamt 25 DIN A4 Seiten tragen die Autoren zusammen, was sich vermeintlich auf dem Treffen ereignet haben soll. Dabei greifen sie auf eine ungew\u00f6hnliche Form der Berichterstattung zur\u00fcck, die eher an eine M\u00e4rchenerz\u00e4hlung erinnert als an ein journalistisches Erzeugnis. Ein Ausschnitt aus dem Prolog:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Prolog \u2013 Hinter den Kulissen<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es ist der Morgen des 25. November, kurz vor neun Uhr, ein tr\u00fcber Samstag. Auf den geparkten Autos im Hof sammelt sich Schnee. Was sich an dem Tag im Landhaus Adlon abspielt, wirkt wie ein Kammerspiel \u2013 doch es ist Realit\u00e4t.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-methode-correctiv\"><strong>Die Methode Correctiv<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erster-akt-im-kammerspiel-von-correctiv-das-marchen-beginnt\"><strong>Erster Akt im Kammerspiel von Correctiv \u2013 Das M\u00e4rchen beginnt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Und schon sind wir beim Thema, denn die Realit\u00e4t von Correctiv hat nichts mit der g\u00e4ngigen Definition von Realit\u00e4t zu tun: Als Realit\u00e4t wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Als real gilt zum einen etwas, das keine Illusion ist und nicht von den W\u00fcnschen oder \u00dcberzeugungen einer einzelnen Person abh\u00e4ngig ist. Realit\u00e4t unterscheidet sich damit klar von Wunschdenken und Interpretationen, also einfach sagen, was ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Um zu \u00fcberpr\u00fcfen, wie viel Realit\u00e4t im Correctiv-Bericht steckt, braucht es nur drei Textmarker in verschiedenen Farben, ein bisschen Zeit und einen gesunden Menschenverstand. Im Bericht von Correctiv \u00fcber das Potsdam-Treffen finden sich n\u00e4mlich Wertungen, Interpretationen und Tatsachen. Die Tatsachen sind dabei stark unterrepr\u00e4sentiert und das belegt, dass Correctiv so gut wie keine Fakten in dem Beitrag liefert. Stattdessen arbeitet Correctiv mit irref\u00fchrenden Wertungen und Interpretationen, die selbst versierte Journalisten und ganze Redaktionen in der deutschen Medienlandschaft in die Irre gef\u00fchrt haben. Zur \u201eMethode Correctiv\u201c geh\u00f6rt auch, dass eine Vorank\u00fcndigung f\u00fcr ihren Bericht einen Tag vor der Ver\u00f6ffentlichung an einen gro\u00dfen Presseverteiler ging. Als Teaser wiesen sie daraufhin, dass sich etwas Gro\u00dfes in Potsdam ereignet hat. Die Redaktionen waren also alarmiert und mit den rei\u00dferischsten Informationen bereits gef\u00fcttert. Als am kommenden Tag, den 10. Januar 2024, dann der gesamte Artikel ver\u00f6ffentlicht wurde, wollte jede Publikation mit dabei sein. Es regnete Berichte, es wurde verurteilt, es wurde sich emp\u00f6rt und die Teilnehmer standen am Pranger. Dank Schnelligkeit vor Sorgfalt brannten in den Redaktionen die Sicherungen durch. Keine Zeit und\/oder Interesse, die Teilnehmer anzurufen oder anzuschreiben, um sie zu befragen, was sich denn in Potsdam zugetragen hat, ob sie das alles best\u00e4tigen k\u00f6nnen oder ob es alles ganz anders war.<\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt unglaublich? Ist leider wahr und gerichtsfest: Keine Zeit f\u00fcr Recherche, da tagesaktuell \u2013 so lautete n\u00e4mlich die Erkl\u00e4rung des ZDF vor Gericht, als sich das heute journal f\u00fcr seine falsche Correctiv-Berichterstattung rechtfertigen musste. Aber dazu sp\u00e4ter mehr, jetzt erstmal weiter in der Dramaturgie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zweiter-akt-im-kammerspiel-von-correctiv-emporung-und-angste-schuren\"><strong>Zweiter Akt im Kammerspiel von Correctiv \u2013 Emp\u00f6rung und \u00c4ngste sch\u00fcren<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Kammerspiel erz\u00e4hlt eine Geschichte. Geschichten ben\u00f6tigen einen Spannungsbogen. Zu Beginn steht immer ein Problem oder eine Herausforderung. Auf dem Weg zum H\u00f6hepunkt spitzt sich diese Situation zu und die Geschichte erf\u00e4hrt eine Wende. Wie diese ausf\u00e4llt, entscheidet, ob am Ende ein Happy End oder eine Misere steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Correctiv hat mit seinem Beitrag die Medien in Deutschland ab dem 10. Januar 2024 so instrumentalisiert, dass selbst renommierte Nachrichtensendungen wie Tagesschau, heute-journal und zahlreiche Verlagsh\u00e4user unbewiesene falsche Behauptungen wie \u201eauf dem Potsdam-Treffen wurde die millionenfache Ausweisung deutscher Staatsb\u00fcrger geplant\u201c ver\u00f6ffentlichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ein Lauffeuer breitete sich die Geschichte aus, die \u00e4hnlich wie bei einer Stillen-Post-\u00dcbung von Mal zu Mal immer fantastischer wurde. Hunderttausende Menschen kamen in Deutschland im Winter 2024 auf die Stra\u00dfen. Darunter waren Prominente, Politiker, B\u00fcrger mit ihren Kindern. Sie trieb an, dass angeblich eine Ausweisung von Millionen Menschen aus Deutschland, darunter auch deutsche Staatsb\u00fcrger, bevorstehe. Bundesweit gehen an einem Wochenende fast eine Million Menschen gegen Rechtsextremismus und f\u00fcr Demokratie auf die Stra\u00dfe. Alle hatten Angst und \u00e4u\u00dferten diese auch, wie ein junges M\u00e4dchen in der WDR-Sendung \u201eaktuelle Stunde\u201c vom 21.01.2024 auf einer Demonstration in K\u00f6ln:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e50% meiner Freunde sagen wir jetzt mal, bestehen aus welchen, die von der AfD hier nicht geduldet w\u00fcrden und ich m\u00f6chte halt meine Freunde behalten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dem M\u00e4dchen ist nicht vorzuwerfen, dass es den Bericht nicht gelesen oder verstanden hat. Correctiv hingegen ist vorzuwerfen, dass sie \u00c4ngste mit einem vagen Bericht sch\u00fcren und damit andere Medienh\u00e4user mit in den Glaubw\u00fcrdigkeitsabgrund rei\u00dfen. Nicht alle Medien lie\u00dfen sich von der m\u00e4rchenhaften Darstellung des Correctiv-Berichts einlullen. Doch die Echokammern waren schnell etabliert, existierten unabh\u00e4ngig voneinander und spalteten die Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast ein Jahr sp\u00e4ter zieht der Leipziger Demokratieforscher Oliver Decker in einem dpa-Bericht vom 03.12.2024 Bilanz und stellt fest, nach der Correctiv-Enth\u00fcllung des sogenannten Potsdamer Treffens rechter Politiker h\u00e4tten vor allem Menschen demonstriert, die sich als Mitte-links verst\u00fcnden. \u201eEs ist ein relevanter Teil der Gesellschaft, aber es ist nat\u00fcrlich nicht die Mehrheit\u201c, sagte Decker. Es sei die Frage, wie man \u201eB\u00fcndnisf\u00e4higkeiten\u201c eher konservativer Menschen Mitte-rechts herstellen k\u00f6nne, denn es gehe um die Abwehr von Extremismus. \u201eWir k\u00f6nnen auf die in der Mobilisierung nicht verzichten\u201c, sagte Decker.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Erkenntnis zeigt, dass es gef\u00e4hrlich ist, Menschen zu emp\u00f6ren und mit \u00c4ngsten auf die Stra\u00dfen zu locken, wenn die Geschichte bei n\u00e4herer Betrachtung in sich zusammenf\u00e4llt. Das h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen, und zwar durch die journalistische Sorgfaltspflicht der Medien, die ab dem 10. Januar \u00fcber die Correctiv-Enth\u00fcllungen berichteten. Wenn Correctiv schon nicht in der Lage ist, Fakten \u00fcber ein Treffen zu liefern, und stattdessen ein Schauerm\u00e4rchen mit allen Mitteln des Storytellings daraus macht, dann sind die Journalisten im Land gefragt. Doch die Geschichte war wohl zu gut, um nicht wahr zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der h\u00f6chste Punkt im Spannungsbogen ist erreicht, die Entzauberung beginnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-dritter-akt-im-kammerspiel-von-correctiv-tatsachen-kommen-ans-licht\"><strong>Dritter Akt im Kammerspiel von Correctiv \u2013 Tatsachen kommen ans Licht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die PISA-Studie bescheinigt seit Jahren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in Deutschland immer wieder neu, dass sie gro\u00dfe Schw\u00e4chen im Bereich Textverst\u00e4ndnis haben. Dass dieses Unverm\u00f6gen auch in vielen Redaktionen in Deutschland vorherrscht, war bislang unbekannt. Die Unterscheidung zwischen Wertungen, Fakten, Zitaten, Kommentaren und Interpretationen lernen Kinder in der Schule im Deutschunterricht. Dieses Wissen ist essenziell, um sich im Alltag zurechtzufinden und Informationsquellen bewerten und beurteilen zu k\u00f6nnen. In Zeiten von Social Media sind diese F\u00e4higkeiten wichtiger denn je, denn Influencer, L\u00fcgenbarone, zwielichtige und schillernde Gestalten ziehen wie Rattenf\u00e4nger durchs Netz und sammeln Ahnungslose ein. Zugegeben, der Correctiv-Bericht war ganz sch\u00f6n verzwickt geschrieben. Doch wer sich die Zeit nahm, ihn in Ruhe und mit k\u00fchlem Kopf zu lesen, erkannte schnell, dass es kaum Fakten gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Teilnehmer, die auf dem Treffen in Potsdam waren, zeigten sich \u00fcberrascht dar\u00fcber, was dort besprochen worden sein soll. Insbesondere Dr. Ulrich Vosgerau, CDU-Mitglied, Rechtsanwalt und Staatsrechtsdozent, wollte das nicht hinnehmen. Und so landeten zahlreiche Berichte \u00fcber das Correctiv-Pamphlet vor Gericht ebenso wie der Correctiv-Bericht selbst. Das Ergebnis, es hagelte Verbote.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier die Liste der Urteile, die H\u00f6cker Rechtsanw\u00e4lte f\u00fcr Prof. Ulrich Vosgerau gegen Correctiv und die Correctiv-Berichterstattung erstritten hat:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Rechtskr\u00e4ftig anerkanntes Verbot Landgericht Hamburg gegen Correctiv:<\/strong>\u00a0Falschbehauptung zum Inhalt des Vortrags Vosgeraus auf dem Potsdam-Treffen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rechtskr\u00e4ftig anerkanntes Verbot des Landgerichts Hamburg gegen Correctiv-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer David Schraven:<\/strong>\u00a0Verbot seiner Falschbehauptung, das LG Hamburg habe die Darstellungen Correctivs rund um die angeblichen Remigrationsplanungen gerichtlich gepr\u00fcft und best\u00e4tigt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verbot des Oberlandesgerichts Hamburg gegen den NDR:<\/strong>\u00a0Wegen der Falschbehauptung der Tagesschau, in Potsdam sei die Ausweisung deutscher Staatsb\u00fcrger geplant und der Entzug der deutschen Staatsb\u00fcrgerschaft diskutiert worden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verbot des Landgerichts Hamburg gegen die Falschbehauptung von Campact<\/strong>: In Potsdam sei eine \u201eZwangsdeportation\u201c von Deutschen mit Migrationshintergrund das Hauptanliegen gewesen, sowie Ziel, Deutschen mit Migrationsgeschichte das Wahlrecht zu entziehen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verbot des Landgerichts Hamburg gegen die Falschbehauptung des ZDF:<\/strong>\u00a0Im heute journal, in Potsdam sei die Deportation von Millionen Menschen, auch solcher mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft, geplant worden und es sei um die Idee gegangen, Millionen Menschen abzuschieben, auch solche mit deutschem Pass.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rechtskr\u00e4ftig anerkanntes Verbot des Landgerichts Hamburg gegen den SWR:<\/strong>\u00a0Zur Falschbehauptung, in Potsdam sei die Ausweisung von unliebsamen Deutschen mit Migrationshintergrund geplant worden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rechtskr\u00e4ftig anerkanntes Verbot des Landgerichts Hamburg:<\/strong>\u00a0Gegen die Gr\u00fcne B\u00fcrgerschaftsfraktion Hamburg, die Teilnehmer seien in Potsdam zusammengekommen, um die Deportation von unliebsamen deutschen Staatsb\u00fcrgern ins afrikanische Ausland zu besprechen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vierter-akt-nbsp-im-kammerspiel-von-correctiv-markante-risse-in-der-correctiv-legende\"><strong>Vierter Akt&nbsp;<\/strong><strong>im Kammerspiel von Correctiv \u2013 Markante Risse in der Correctiv-Legende<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In Anbetracht dieser erfolgreichen Verfahren gegen die Folgeberichte zahlreicher Medien \u00fcber den Ursprungsbeitrag von Correctiv wirkt es bizarr, dass Ende 2024 die Fachzeitschrift \u201eMedium Magazin\u201c die f\u00fcnf Akteure von Correctiv zu den Journalistinnen und Journalisten des Jahres w\u00e4hlte. Das Team &#8211; bestehend aus Marcus Bensmann, Justus von Daniels, Anette Dowideit, Gabriela Keller und Jean Peters &#8211; wurde von der Jury f\u00fcr die Recherche &#8220;Geheimplan gegen Deutschland&#8221; ausgezeichnet. Die Begr\u00fcndung der Jury liest sich realit\u00e4tsfern: \u201eDurch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen &#8211; von klassischer Recherchearbeit \u00fcber Faktencheck, Kommunikation und Rechtsberatung &#8211; konnte die Recherche pr\u00e4zise durchgef\u00fchrt und rechtlich abgesichert werden. Gegen\u00fcber juristischen Angriffen verteidigte das Correctiv-Team bis zuletzt seine Recherche erfolgreich.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Anders und besonnener ging es bei der Verleihung des \u201eDeutschen Reporter:innen Preises\u201c f\u00fcr das Jahr 2024 zu. In der Kategorie Investigativtext ging das Jury-Mitglied Claus Kleber, ehemaliger Moderator des ZDF-heute-journals, auf den Correctiv-Text ein, der nominiert war, und erkl\u00e4rte, warum dieser keinen Preis verdient habe. Der Text zeige zwar eine Investigativleistung, doch der Reporterpreis honoriert keine Wirkung, sondern einen Text. Stattdessen wurde ein anderer Text ausgezeichnet, der nicht \u201enach Effekten hascht\u201c, \u201ekeine Richtung verfolgt\u201c und nichts \u201eaufbausche\u201c, so Kleber in seiner Laudatio.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es gab noch mehr Kritik am Correctiv-Bericht. Im medienkritischen Blog \u00dcbermedien analysierten der Chefredakteur der Legal Tribune Online, Journalist und Jurist Felix Zimmermann, der Medienjournalist Stefan Niggemeier, sowie der Leiter der renommierten Journalistenschule Henri-Nannen-Schule und Journalist Christoph Kucklick in einem gemeinsamen Beitrag den Correctiv-Bericht kritisch und kamen zu dem Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eRichtig ist: Der Text ist misslungen, das Verhalten von Correctiv nach der Ver\u00f6ffentlichung fragw\u00fcrdig und die Berichterstattung vieler Medien eine Katastrophe.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ausdr\u00fccklich stellen die Autoren fest, dass der Correctiv-Bericht \u201ejournalistisch schwach\u201c ist und begr\u00fcnden dies wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eEr unterstellt, statt zu belegen, er raunt, statt zu erkl\u00e4ren, er interpretiert, statt zu dokumentieren.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Autoren werfen Correctiv vor, durch schwammige Aussagen im Bericht eine systematische Unsicherheit \u00fcber das erzeugt zu haben, was sich in Potsdam tats\u00e4chlich zugetragen hat. Kritisiert wird insbesondere, dass durch manipulative Aussagen, die zwar aufgrund des Wertungsgehalts presserechtlich nicht angreifbar sind, gleichwohl aber journalistisch h\u00f6chst unseri\u00f6s seien, bei Lesern und Medien der falsche Eindruck erweckt wurde, in Potsdam sei die Ausweisung deutscher Staatsb\u00fcrger geplant worden. Diese Kritik wird wie folgt formuliert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eUnd das Schlimmste: Correctiv erzeugt eine systematische Unsicherheit \u00fcber das, was eigentlich die Aussage des Artikels ist und worin der Skandal von Potsdam besteht. \u2026<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Aber die Erz\u00e4hlung von Correctiv ging weit dar\u00fcber hinaus. Sie suggerierte, dass in Potsdam gemeinsam die Vertreibung von Millionen Menschen nach rassistischen Kriterien inklusive der Ausweisung auch deutscher Staatsb\u00fcrger geplant wurde. Das will Correctiv aber gar nicht gemeint haben, wie das Recherchekollektiv inzwischen sogar vor Gericht zu Protokoll gegeben hat. Der Text behauptet also Dinge, die er nicht behauptet \u2013 man muss es so merkw\u00fcrdig sagen. \u2026<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Das St\u00fcck erzeugt, was ein guter journalistischer Text unbedingt vermeiden sollte: Es s\u00e4t best\u00e4ndig Zweifel an sich selbst. Bei jeder erneuten Lekt\u00fcre m\u00f6chte man wieder bei Correctiv anrufen und nachfragen, was denn tats\u00e4chlich gesagt wurde, was denn wirklich los war. \u2026<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Besonders problematisch wird die Kombination aus Nichtbeleg und Gro\u00dfdeutung, wenn es um den massivsten Vorwurf im Bericht geht, n\u00e4mlich die vermeintliche Ausweisung deutscher Staatsb\u00fcrger. \u2026<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Die Recherche fasst also im Ergebnis etwas zusammen, was von den vorherigen Ausf\u00fchrungen nicht getragen ist. Und es wird noch verr\u00fcckter: In einem der zahlreichen Gerichtsverfahren hat Correctiv sogar klargestellt, dass es \u201ezutreffend\u201c sei, dass \u201edie Teilnehmer*innen nicht \u00fcber eine rechts-, insbesondere grundgesetzwidrige Verbringung oder Deportation deutscher Staatsb\u00fcrger gesprochen haben\u201c. Wer von den vielen Leuten, die alarmiert durch die Berichterstattung auf die Stra\u00dfe gegangen sind, wei\u00df, dass Correctiv gar nicht \u00fcber \u201eDeportationspl\u00e4ne\u201c berichtet haben will? Wer von ihnen wei\u00df, dass Correctiv vor Gericht sogar ausdr\u00fccklich festgestellt hat, solche Pl\u00e4ne seien nicht besprochen worden? Stattdessen bekamen manche den Eindruck, dass wom\u00f6glich alsbald Deutsche mit Migrationshintergrund des Landes verwiesen werden w\u00fcrden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Presserechtlich kann Correctiv damit durchkommen, guter Journalismus ist es sicher nicht, Sachverhalten durch aufbauschende Wertungen eine v\u00f6llig neue Dimension zu geben.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Akt muss sich die von der Jury hochgelobte Rechtsberatung beweisen. Denn Justitia ist bekanntlich blind, aber nicht dumm. Es hagelt Klagen in der Hauptsache gegen Correctiv.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-funfter-akt-im-kammerspiel-von-correctiv-showdown-angriff-auf-die-kernaussagen\"><strong>F\u00fcnfter Akt im Kammerspiel von Correctiv \u2013 Showdown: Angriff auf die Kernaussagen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnf Reporterinnen und Reporter von Correctiv bekamen Ende 2024 Post. Marcus Bensmann, Justus von Daniels, Anette Dowideit, Gabriela Keller und Jean Peters m\u00fcssen sich f\u00fcr ihre Recherchen und den Bericht &#8220;Geheimplan gegen Deutschland&#8221; pers\u00f6nlich vor Gericht verantworten. Dr. Ulrich Vosgerau und ein weiterer Teilnehmer des Treffens haben den Kern des Correctiv-Berichts angegriffen. Warum? Weil die Story inzwischen so ausgeh\u00f6hlt ist, dass im Zentrum nur noch ein fauler Kern ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Correctiv-Bericht hat zahlreiche Medien so in die Irre gef\u00fchrt, dass sie in Folgeberichten Falschbehauptungen verbreiteten, die reihenweise verboten wurden. Sie alle hatten sich unter Berufung auf ihr Verst\u00e4ndnis des Correctiv-Artikels vom 10.01.2024, in Potsdam sei die Ausweisung, Abschiebung oder Deportation deutscher Staatsb\u00fcrger geplant, besprochen oder diskutiert worden, zu falschen Berichten verleiten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Correctiv-Aussagen wurden durch die Teilnehmer von Beginn an als irref\u00fchrend kritisiert. Presserechtlich bewegen sie sich an der Grenze zwischen Falschbehauptungen und gerade noch zul\u00e4ssigen Meinungs\u00e4u\u00dferungen. Doch diese Grenze ist nun \u00fcberschritten, wie die zahlreichen Falschberichterstattung als Folge des Correctiv-Berichts belegen. Wenn etablierte Medien reihenweise nicht erkennen, dass es sich im Correctiv-Bericht um Meinungs\u00e4u\u00dferungen handelt, dann liegt der Verdacht nahe, dass Correctiv Falschbehauptungen verbreitet hat. Deshalb klagen jetzt die Teilnehmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal, wie das Verfahren ausgeht, selbst wenn das Gericht feststellen sollte, dass es sich bei einigen Aussagen um zul\u00e4ssige Wertungen handelt, w\u00e4re das f\u00fcr die Teilnehmer und die Gesellschaft immer noch ein Gewinn. Denn dann w\u00e4re auch gerichtlich endg\u00fcltig festgestellt, dass der Correctiv-Bericht an entscheidenden Stellen nur wolkige Wertungen enth\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Und zum Schluss ein Blick zur\u00fcck auf den Correctiv-Bericht vom 10.01.2024. Er endet mit einem Epilog:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Epilog &#8211; Am Abend danach ist alles still. Das Hotel wirkt wie ausgestorben. Nur ein leichtes Fernsehflackern kommt aus der Juniorsuite.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist dieses Szenario ein Sinnbild f\u00fcr die Zukunft des spendenfinanzierten Medienunternehmens Correctiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein m\u00f6glicher Epilog in 2025 k\u00f6nnte sein:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Correctiv-Redaktion in Berlin ist verlassen. Nur der Widerschein eines Computerbildschirms wirft sein mattes kaltes Licht in ein B\u00fcro. Der letzte Artikel von Correctiv \u00fcber ein Treffen in der Schweiz ist gefloppt. Kaum ein Medium griff ihn auf, denn Erkenntnisgewinn und Faktenlage waren gering. Die Medienh\u00e4user in Deutschland sind wachsamer und kritischer geworden. Jetzt verdienen die Correctiv-Mitarbeiter ihr Geld mit Storytelling-Workshops. Ein gutes Gesch\u00e4ft f\u00fcr die vielen Selbstverlage, die dank der Correctiv-Schulungen viele neue Autoren gewinnen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Essay von Dr. Carsten Brennecke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der Ver\u00f6ffentlichung des aufsehenerregenden Correctiv-Berichts ist von den rei\u00dferischen Thesen wenig \u00fcbriggeblieben. Zahlreiche Gerichtsentscheidungen haben falsche Inhalte, die \u00c4ngste sch\u00fcrten, verboten. 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