{"id":10202,"date":"2025-06-30T10:24:26","date_gmt":"2025-06-30T08:24:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hoecker.eu\/blog\/?p=10202"},"modified":"2025-06-30T10:24:27","modified_gmt":"2025-06-30T08:24:27","slug":"storytelling-im-journalismus-gefahr-fuer-persoenlichkeitsrechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hoecker.eu\/blog\/storytelling-im-journalismus-gefahr-fuer-persoenlichkeitsrechte\/","title":{"rendered":"Storytelling im Journalismus \u2013 Gefahr f\u00fcr Pers\u00f6nlichkeitsrechte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die wachsende Bedeutung von Storytelling im Journalismus und die hierdurch steigende Gefahr von Pers\u00f6nlichkeitsrechtsverletzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Journalismus vorrangig Emotionen vermitteln will<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eVor einem Jahr, lieber Claas Relotius, habe ich Ihren Report \u201eK\u00f6nigskinder\u201c im Spiegel gelesen. Noch so eine traurige Fl\u00fcchtlings-Geschichte, dachte ich, das kennt man doch, wei\u00df man schon alles. Aber ich konnte nicht aufh\u00f6ren zu lesen. Zeile f\u00fcr Zeile haben Sie mich in eine Welt des Schreckens, der Brutalit\u00e4t, der Hoffnungslosigkeit hineingezogen. Am Ende habe ich mich gesch\u00e4mt. Wie kann es sein, dass wir zulassen, dass Kinder in einem solchen Elend leben m\u00fcssen? Wo ist die Lobby f\u00fcr diese Kinder? Wir haben doch f\u00fcr alles einen Verein. Warum nicht f\u00fcr Ahmed und Alin?<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin Bunte [Laudatio f\u00fcr Claas Relotius, Verleihung des Katholischen Medienpreises 2017]<\/p>\n\n\n\n<p>und so zum Hintertreppenroman wird:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>Er ist ein gro\u00dfer Erz\u00e4hler. Der \u201aSpiegel\u2018 ist der Romancier der Deutschen. Wenn ich an die Geschichten denke, die der \u201aSpiegel\u2018 so erfindet \u2013 vor Jahren hattest du nach der \u201aSpiegel\u2018-Lekt\u00fcre das Gef\u00fchl, in der n\u00e4chsten Woche gibt es einen Krieg zwischen Ru\u00dfland und China. Was hat der \u201aSpiegel\u2018 nicht schon alles erz\u00e4hlt! Den \u201aSpiegel\u2018 mu\u00df man wie einen Roman&nbsp;lesen&nbsp;[\u2026] Also wenn ich \u201aRoman\u2018 sage, meine ich Hintertreppenromane.<\/em>\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Friedrich D\u00fcrrenmatt [Interview v. 07.01.1981]<\/p>\n\n\n\n<p>haben wir ein schwerwiegendes Problem und die Wahrheit ist in Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Techniken des Storytellings beg\u00fcnstigen, dass der Wahrheitsanspruch von Nachrichten auf der Strecke bleibt, Sachverhalte falsch oder verzerrt dargestellt und Pers\u00f6nlichkeitsrechte von Betroffenen in Berichterstattungen verletzt werden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist Storytelling?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Storytelling (Deutsch: Geschichten erz\u00e4hlen) ist ein englischer Begriff, der sich in der Managementwelt \u2013 insbesondere in Markenf\u00fchrung, Marketing, Vertrieb und Change&nbsp;Management \u2013 etabliert hat. Storytelling beschreibt den strategischen Einsatz von Geschichten, um bei den Empf\u00e4ngern eine emotionale Wirkung herbeizuf\u00fchren, sie zu beeindrucken oder zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Storytelling eignet sich besonders f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnliche Vermittlung von Fakten und historischen Ereignissen eines Produktes oder einer Marke. Solche Inhalte bleiben dauerhafter und intensiver in Erinnerung. Diese nachgewiesene Wirkung des Storytellings basiert auf den unterschiedlichen Funktionsweisen unserer Gehirnh\u00e4lften: W\u00e4hrend die linke Gehirnh\u00e4lfte f\u00fcr analytische, lineare Prozesse verantwortlich ist, ist die rechte Gehirnh\u00e4lfte f\u00fcr kreative und emotionale Entscheidungen zust\u00e4ndig. Durch die Verbindung von Fakten und Geschichten werden beide Hirnareale angesprochen, die Inhalte somit langfristiger und dauerhafter verankert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Resultat des Storytellings ist eine erh\u00f6hte Aufmerksamkeit des Empf\u00e4ngers. Es steigert die \u00dcberzeugungskraft der Marke und f\u00fchrt zu Identifikation und Vertrauen in Produkt und Marke (Quelle: \u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.brand-trust.de\/de\/glossar\/storytelling\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.brand-trust.de\/de\/glossar\/storytelling<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ursprung des Storytellings liegt also nicht im Journalismus, sondern in der Wirtschaft. Es ist eine effektive Methode der Marketing-Kommunikation mit hohem Manipulationspotential. Ziel ist es, durch mehr oder weniger frei erfundene Geschichten Produkte zu vermarkten und die Rezipienten zu einer Kaufentscheidung zu bewegen. Eigentlich d\u00fcrfte diese kapitalistische Verkaufsmethode unter dem hohen moralischen Anspruch eines Journalisten liegen. Weit gefehlt!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Journalismus geht Storytelling weit \u00fcber das blo\u00dfe Berichten von Fakten hinaus. Es geht darum, eine Geschichte mit emotionaler Tiefe und einer narrativen Spannung zu erz\u00e4hlen. Dazu geh\u00f6ren grundlegende Elemente wie:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Einpr\u00e4gsame Charaktere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Menschen identifizieren sich mit Protagonisten und deren Erlebnissen. Eine Aufteilung und \u00dcberzeichnung in Helden und Antihelden, Gut und B\u00f6se, verst\u00e4rkt diese Identifikationswirkung und damit das Interesse der Rezipienten an der Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wahre Leben spielt sich jedoch meist anders ab. Tats\u00e4chlich geschehene Vorg\u00e4nge und Handlungsmotive von Menschen sind meist viel komplexer als rein \u201egut\u201c oder \u201eb\u00f6se\u201c und oft im Graubereich von strafrechtlicher oder moralischer Vorwerfbarkeit zu verorten. Menschen verhalten sich eben nicht gradlinig und konsistent gut oder b\u00f6se, sondern vielmehr ambivalent, widerspr\u00fcchlich und schwankend zwischen vermeintlich richtigen und falschen Entscheidungen. Eine Verk\u00fcrzung von \u201eProtagonisten einer Geschichte\u201c \u2013 Presserechtler sprechen richtigerweise von \u201eBetroffenen einer Berichterstattung\u201c \u2013 in Helden oder B\u00f6sewichte verzerrt daher zwangsl\u00e4ufig die Wahrheit und strapaziert diese oft bis \u00fcber die Grenze zur Unwahrheit hinaus. Aus Nachrichten werden so Geschichten. Aus Realit\u00e4t wird so Fiktion.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Spannungsbogen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine gut strukturierte Geschichte folgt oft dem klassischen Aufbau von Einleitung, Konflikt und Aufl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die reale Welt ist auch in diesem Aspekt anders. Ereignisse folgen in der Regel keinem erz\u00e4hlerischen Spannungsaufbau, sondern verlaufen asymmetrisch, \u00fcberraschend und in vielen F\u00e4llen ohne jeden Spannungsbogen. Selbst an sich berichtenswerte Verbrechen und Skandale k\u00f6nnen einen v\u00f6llig langweiligen, unscheinbaren und spannungsarmen Verlauf aufweisen. Meist geh\u00f6rt dies sogar zum Konzept von Straft\u00e4tern, in ihren Handlungen unerkannt, unscheinbar und unspektakul\u00e4r zu bleiben. Ein einer Nachricht zur Steigerung des Interesses von Rezipienten k\u00fcnstlich zugesetzter Spannungsbogen birgt daher die Gefahr, dass tats\u00e4chliche Ereignisse verzerrt oder falsch dargestellt werden, m\u00f6glicherweise zum Nachteil der betroffenen Personen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Bildhafte Sprache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anschauliche Beschreibungen helfen, komplexe Themen greifbarer zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Derartige Beschreibungen zur Ausschm\u00fcckung des Erz\u00e4hlten k\u00f6nnen naturgem\u00e4\u00df nur fiktiv sein, wenn der Journalist diese nicht selbst erlebt oder 1:1 von Beteiligten der recherchierten Nachricht erhalten hat. Auch hier ist die Wahrheit gef\u00e4hrdet, da sich hinzuerdichtete anschauliche Beschreibungen von Situationen oder Handlungen zum Nachteil der im Bericht genannten oder erkennbar gemachte Personen auswirken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Einbettung von Daten und Fakten in die Geschichte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zahlen allein sprechen selten an, aber in einen Kontext eingebettet, werden sie verst\u00e4ndlicher und \u00fcberzeugender.<\/p>\n\n\n\n<p>Daten und Fakten sind die Grundpfeiler einer journalistischen Nachricht und \u2013 sorgf\u00e4ltig recherchiert und \u00fcberpr\u00fcft \u2013 die Garanten der Wahrheit. Da diese oft langweilig und wenig ansprechend f\u00fcr die Leser sind, verk\u00fcmmern sie beim Storytelling zum reinen Werkzeug, um der Story Authentizit\u00e4t zu vermitteln und im Kontext interessanter zu erscheinen. Dabei sind sie eigentlich der Kern der Nachricht. Es findet also eine Fokusverschiebung statt von der Nachricht zur Story.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Storytelling als Schl\u00fcsselkompetenz zuk\u00fcnftiger Journalisten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Journalistenschulen und Universit\u00e4ten haben Storytelling mittlerweile fest in ihre Lehrpl\u00e4ne integriert. Studierende lernen nicht nur klassische Nachrichtenschreibtechniken, sondern auch, wie sie Geschichten dramaturgisch aufbauen, verschiedene Erz\u00e4hlperspektiven nutzen und moderne Technologien f\u00fcr immersive Storytelling-Formate einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Storytelling Masterclass \u2013 in 2 Tagen zum Storyteller<\/em>\u201c, so wird ein zweit\u00e4giger Workshop im in der RTL-Journalistenschule in K\u00f6ln beworben. F\u00fcr schlappe 990,- EUR lernen die Teilnehmer, wie sie \u201e<em>Storytelling im Business, in Marketing &amp; PR und auf Social Media einsetzen<\/em>\u201c. Storytelling soll zum Gamechanger werden (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.storytellingmasterclass.de\/produkt\/maerz25\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.storytellingmasterclass.de\/produkt\/maerz25\/<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eGeschichten m\u00fcssen spannend erz\u00e4hlt sein, damit sie in Erinnerung bleiben.\u201c<\/em>, wirbt die Berliner Journalistenschule f\u00fcr ein Seminar zum Storytelling. Gelehrt wird den Journalisten, aus reinen Fakten mit Spannungskurven, dem Aufbau von Helden, narrativen Haken, Wendepunkten, Schl\u00fcsselszenen\u00a0etc. fesselnde Geschichten zu entwickeln (Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-journalisten-schule.de\/seminare\/storytelling\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.berliner-journalisten-schule.de\/seminare\/storytelling\/<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lehrbuch \u201e<em>Storytelling f\u00fcr Journalisten &#8211; Wie baue ich eine gute Geschichte?<\/em>\u201c von Lampert\/Wespe wird mit der ebenso interessanten wie verr\u00e4terischen Formulierung beworben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e<em>Wer heute im Journalismus Erfolg haben will, muss das Handwerk des Storytellings beherrschen. Gute Geschichten entstehen mit Fantasie, Inspiration \u2013 und handwerklichem K\u00f6nnen.<\/em>\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In der 5. Auflage seit 2020 widmen sich die Autoren in einem neuen Abschnitt auch dem \u201e<em>Verh\u00e4ltnis von Fakten und Storytelling<\/em>\u201c (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.halem-verlag.de\/produkt\/storytelling-fuer-journalisten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.halem-verlag.de\/produkt\/storytelling-fuer-journalisten\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Digitalisierung hat sich das Mediennutzungsverhalten in den letzten Jahren drastisch ver\u00e4ndert. Leser und Zuschauer werden t\u00e4glich mit einer Flut von Nachrichten konfrontiert, wodurch es schwieriger wird, Aufmerksamkeit zu erregen. Hier kommt Storytelling ins Spiel: Es erm\u00f6glicht Journalisten, ihre Inhalte so aufzubereiten, dass sie in Erinnerung bleiben und eine tiefere Verbindung zum Publikum aufbauen. Einige der wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr die wachsende Bedeutung von Storytelling in der Journalistenausbildung sind:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00fcrzere Aufmerksamkeitsspannen<\/strong>: In Zeiten von Social Media und schnellen Newsfeeds m\u00fcssen Journalisten Wege finden, Inhalte kompakt, aber dennoch fesselnd zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Multimedialit\u00e4t<\/strong>: Journalisten arbeiten zunehmend mit Videos, Podcasts und interaktiven Formaten. Hierbei spielt Storytelling eine Schl\u00fcsselrolle, um verschiedene Medienformate effektiv einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Emotionalisierung<\/strong>: Inhalte, die Emotionen wecken, haben eine st\u00e4rkere Wirkung auf das Publikum und bleiben l\u00e4nger im Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Komplexe Themen verst\u00e4ndlich machen<\/strong>: Ob Klimawandel, politische Entwicklungen oder wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge \u2013 Storytelling hilft, auch schwierige Inhalte zug\u00e4nglich zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gefahren durch Storytelling<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Journalisten sind der Wahrheit verpflichtet. Nach Ziffer 1 des Pressekodexes ist die wahrhaftige Unterrichtung der \u00d6ffentlichkeit oberstes Gebot der Presse. In \u00a7 6 LPresseG NRW hat die Presse alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung sorgf\u00e4ltig auf Wahrheit zu pr\u00fcfen. Eine unwahre Berichterstattung verletzt die Pers\u00f6nlichkeitsrechte der Betroffenen und ist im Fall \u00dcbler Nachrede oder Verleumdung gar strafbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Taucht im Zusammenhang mit journalistischer Arbeit das Wort \u201eFantasie\u201c auf, liegt der Fokus einer Berichterstattung auf einer Helden- \/ Schurkengeschichte mit Spannungsbogen und erdachten Einzelheiten in bildhafter Sprache, und sind Zahlen und Fakten blo\u00dfes Beiwerk, nur um der konstruierten Geschichte Authentizit\u00e4t zu verleihen, dann m\u00fcssen \u2013 nicht nur bei Presserechtsanw\u00e4lten \u2013 alle Alarmglocken l\u00e4uten. Denn der im Storytelling propagierte Einsatz von Fantasie und die Methoden zur Anreicherung der Nachricht zu einer spannenden Geschichte stehen zu der obersten Journalisten-Pflicht der Vermittlung von Wahrheit denklogisch im Widerspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefahr der Verletzung von Pers\u00f6nlichkeitsrechten ist daher bei Anwendung von Storytelling-Methoden besonders hoch. Naheliegende und durch Storytelling provozierte Ph\u00e4nomene in der Berichterstattung sind insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verzerrung von Fakten<\/strong>: Die Dramatisierung von Geschichten kann dazu f\u00fchren, dass Sachverhalte \u00fcbertrieben oder falsch dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verlust der Objektivit\u00e4t<\/strong>: Wenn Journalisten zu sehr auf emotionale Wirkung setzen, kann die neutrale Berichterstattung darunter leiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sensationsjournalismus<\/strong>: Storytelling kann missbraucht werden, um Sachverhalte k\u00fcnstlich zu Skandalen aufzubauschen und damit eine m\u00f6glichst hohe Aufmerksamkeit zu generieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aktivismus<\/strong>: Durch eine bewusste Manipulation von Narrativen mit dem Ziel, eine bestimmte Agenda zu verfolgen, werden Journalisten zu Aktivisten und gef\u00e4hrden damit die Glaubw\u00fcrdigkeit des Journalismus insgesamt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fake News und Desinformation<\/strong>: Wenn die Grenzen zwischen Realit\u00e4t und Fiktion st\u00e4ndig durch Storytelling vermischt werden, tritt ein Gew\u00f6hnungseffekt und ein Abstumpfungseffekt bei dem Journalisten ein, der mit derartigen Falschnachrichten \u201edurchkommt\u201c. Im wohl ber\u00fchmtesten Fall der letzten Jahre \u201eClaas Relotius\u201c gewann der Autor f\u00fcr die von ihm zum Teil frei erfundenen Geschichten sogar zahlreiche Preise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rechte von Betroffenen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Betroffene von durch Storytelling frisierten Berichten k\u00f6nnen sich in den folgenden F\u00e4llen zivilrechtlich gegen Falschdarstellungen der eigenen Person wehren und Anspr\u00fcche auf Unterlassung, Gegendarstellung, Widerruf, Berichtigung, Auskunft, Schadensersatz und in schwerwiegenden F\u00e4llen Geldentsch\u00e4digung gegen Verlag und Autor durchsetzen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unwahre Tatsachenbehauptungen<\/strong>: Wer in Bezug auf eine andere Person eine unwahre Behauptung aufstellt oder verbreitet, die sich negativ auf das Pers\u00f6nlichkeitsbild des Betroffenen auswirkt, kann sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bewusst unvollst\u00e4ndige Tatsachenbehauptungen<\/strong>: Durch das gezielte Weglassen relevanter, den Betroffenen entlastender Informationen entsteht ein verzerrter und nachteiliger Eindruck, der wir eine unwahre Tatsachenbehauptung behandelt wird.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Falsche Eindr\u00fccke<\/strong>: Wenn eine Geschichte durch suggestive Sprache \u201ezwischen den Zeilen\u201c einen unzutreffenden negativen Eindruck vermittelt, der unabweislich ist, dann verletzt dies ebenfalls das Pers\u00f6nlichkeitsrecht des Betroffenen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Unzul\u00e4ssige Meinungs\u00e4u\u00dferungen aufgrund falscher Tatsachengrundlage<\/strong>: Subjektive wertende \u00c4u\u00dferungen, die auf falschen oder manipulierten Informationen beruhen, sind nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt, sondern unzul\u00e4ssig.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Verletzung der Grunds\u00e4tze der Verdachtsberichterstattung<\/strong>: Wer \u00fcber einen blo\u00dfen Verdacht eines strafbaren oder moralisch verwerflichen Verhaltens berichtet, muss besonders sorgf\u00e4ltig sein und die von der Rechtsprechung aufgestellten Mindestvoraussetzungen einhalten. Es bedarf einer recherchierten hinreichenden Beweisgrundlage f\u00fcr den Verdacht. Dieser muss sich auf eine schwerwiegende Tat von gewisser Bedeutung beziehen, die \u00fcberhaupt ein berechtigtes \u00f6ffentliches Informationsinteresse begr\u00fcndet. Der Bericht darf nicht vorverurteilend sein; er muss vielmehr neutral und ausgewogen sein. Schlie\u00dflich hat der Journalist den Verd\u00e4chtigten vor der Ver\u00f6ffentlichung des Berichtes anzuh\u00f6ren, in dem er den Verd\u00e4chtigten mit seinem konkreten Verdacht und den hierzu recherchierten Beweisgrundlagen konfrontiert und ihm die Gelegenheit einr\u00e4umt, hierzu binnen angemessener Frist Stellung zu nehmen und sich hierdurch verteidigen zu k\u00f6nnen. Eine dann abgegebene Stellungnahme des Betroffenen hat der Journalist dann in angemessenem Umfang in seinen Bericht aufzunehmen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Bei Verdachtsberichten zeigt sich besonders, dass die Anwendung von Storytelling-Methoden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Unzul\u00e4ssigkeit f\u00fchrt, sollte der Betroffene namentlich genannt oder erkennbar gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>So darf eine hinreichende Beweisgrundlage weder erfunden noch angereichert werden. Sie muss tats\u00e4chlich vorliegen. Hierzu gen\u00fcgt allein die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bagatellvorwurf darf ferner nicht zu einer \u201eschwerwiegenden Tat\u201c aufgebauscht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hlungen \u00fcber den Verd\u00e4chtigen als vermeintlicher Schurke mit einem fantasievoll kreierten Spannungsbogen, erdichteten Wendungen, angereichert mit Einzelheiten in bildhafter Sprache, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit vorverurteilend sein und auch deshalb gegen die Grunds\u00e4tze der Verdachtsberichterstattung versto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich kann die Stellungnahme des Betroffenen, die einzuholen und in den Bericht aufzunehmen ist, die Story widerlegen, relativieren und so entwerten. Wird aus diesem Grund auf die Anh\u00f6rung des Betroffenen verzichtet, handelt der Journalist rechtswidrig.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"6\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Eingriff in die Privatsph\u00e4re oder Intimsph\u00e4re<\/strong>: Die Ver\u00f6ffentlichung von privaten oder intimen Details w\u00fcrde nach Storytelling-Gesichtspunkten den Bericht interessanter machen. Aus rechtlicher Sicht ist die Intimsph\u00e4re eines Menschen eine Tabuzone, \u00fcber die absolut nicht berichtet werden darf. Im Bereich der Privatsph\u00e4re sind die meisten Darstellungen ohne Einwilligung, Mitwirkung oder Selbst\u00f6ffnung des Betroffenen ebenfalls rechtswidrig.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Als Fazit l\u00e4sst sich festhalten, dass Storytelling im Journalismus dann keine Berechtigung hat, wenn sich die Berichterstattung kritisch mit Personen oder Unternehmen auseinandersetzt und insofern geeignet ist, den Ruf und Ehranspruch des Betroffenen zu beeintr\u00e4chtigen und ihn in der \u00f6ffentlichen Meinung herabzuw\u00fcrdigen. Befasst sich der Bericht also mit einem vermeintlichen Fehlverhalten einer Person, dann gebieten das Wahrheitsgebot und die Pers\u00f6nlichkeitsrechte des Betroffenen eine sachliche, n\u00fcchterne, unaufgeregte und ausgewogene Berichterstattung, die \u2013 jedenfalls zum Vorwurf selbst \u2013 nicht mit Storytelling-Methoden angereichert werden darf. Dies kann allenfalls in unerheblichen Randaspekten unsch\u00e4dlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sind Ihre Erfahrungen mit Storytelling im Journalismus?<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Sie gar Opfer einer durch Storytelling-Methoden frisierten Berichterstattung?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich \u00fcber Ihr Feedback an <a href=\"mailto:leeser@hoecker.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">leeser@hoecker.eu<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wachsende Bedeutung von Storytelling im Journalismus und die hierdurch steigende Gefahr von Pers\u00f6nlichkeitsrechtsverletzungen. Wenn Journalismus vorrangig Emotionen vermitteln will \u201eVor einem Jahr, lieber Claas Relotius, habe ich Ihren Report \u201eK\u00f6nigskinder\u201c im Spiegel gelesen. Noch so eine traurige Fl\u00fcchtlings-Geschichte, dachte ich, das kennt man doch, wei\u00df man schon alles. 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